Interview mit Jens Berger von NachDenkSeiten.de (NDS)
Heute sprechen wir mit Jens Berger, der Redakteur bei den NachDenkSeiten (NDS) ist. Die NDS sehen sich als Gegenpol zu den Mainstream-Medien und berichten auch über solche Themen, die Massenmedien nur ungern anfassen. Auf die Kompetenz und Weitsicht greifen diese dann aber trotzdem gern zurück, wie uns Jens verrät.
Neben einem neuen Design, dem Video-Podcast und einem Audio-Podcast, das ausgebaut werden soll, gibt es auf den NDS vor allem eines: Informationen, Informationen, Informationen!
Abgehoben sind die Köpfe der NDS aber nicht, ganz im Gegenteil, Jens Berger beweist, dass auch anspruchsvolle Themen in gemütlicher Kaffeelaune besprochen werden können.
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Was ihr leider versäumt zu erwähnen ist, dass die NDS genau dasselbe tun wie die regulären Medien, einseitig berichten. Noch nicht mal Widerspruch ist möglich, weil keine Kommentare zugelassen werden.
Man beschränkt sich ausschliesslich auf dieselben Themen und jeder Bericht der die eigene Meinung zum Thema bestätigt wird verlinkt.
Am Absurdeten wäre die Vorstellung diese typischen SPDler wären zu der Einsicht fähig, dass ihr ungeheurer Aufwand während der letzten Jahre, zum Beispiel ihre Unterstützung Der Linke, also der heutigen SPD, keinerlei Wirkung gezeigt hat .
Besonders schlimm ist dabei, dass ihre Tätigkeit den Neo-Liberalen Machthabern als Feigenblatt dient, aber so waren nützliche Idioten ja leider schon immer… Einzig in den Kommentaren von Orlando Pascheit schimmert ab und zu mal durch, dass er wenigstens begrioffen hat, dass das, was die NDS machen, keineswegs eine nötige Gegenkraft darstellt, sondern das System ganz im Gegenteil stabilisiert.
Man sollte die NDS lesen, keine Frage, auch ich tue es, denn mancher wichtige Link erscheint dort auch. Aber man sollte sie realistisch sehen ud keinerlei Illusionen darüber haben.
Auch ich finde es sehr bedauerlich, dass es bei den Nachdenkseiten keine Möglichkeit von Leserbriefen gibt. Die “einseitige” Berichterstattung finde ich eigentlich nicht so störend, weil die anderen Seiten ja zur Genüge in den mainstream-Medien zu finden sind, so dass jeder Leser und jede Leserin entscheiden kann, auf welche Seite er/sie sich schlagen will. Kann sein, dass in den NDS die Kritik der SPD etwas schmal gerät. Ich z. B. erwarte von der SPD immer noch eine selbstkritische Aufarbeitung der Taten der “Schröder-Bande” auf dem Gebiet von Steuer- und Sozialpolitik und würde mir wünschen, dass sich die NDS dieser Forderung so nachhaltig anschliessen – z. b. mit einem ceterum censeo… wie sie die Brandt-Erinnerung immer wieder beschwören, positiv ohne Benennung der Berufsverbote.
Liebe Frau Rogge,
man kann an die NachDenkSeiten Leserbriefe schreiben. Man kann darüber hinaus auf der Facebook-Seite die Kommentarfelder nutzen, um seine Meinung kundzutun.
Und es ist möglich, auch unter dem Video-Podcast Kommentare zu hinterlassen.
Dort wird auch die E-Mail-Adresse eingeblendet, wenn Sie Leserbriefe schreiben bzw. Leserfragen stellen wollen.
https://www.youtube.com/user/wwwnachdenkseitende
Also wirklich sehr geehrter Herr Tyler Durden Volland ich lese die Nachdenkseiten nun auch schon viele Jahre im Stillen, so also auch Ihren Kommentar von 13.02.2013.
Offen gestanden, selbst nach mehrmaligen durchlesen Ihrer Zeilen glaube ich immer noch Schwierigkeiten damit zu haben was für eine persönliche Stellungnahme Sie hier im Kommentar vermitteln wollen und welche Sie selbst dazu eigentlich einnehmen wollen.
Gehen wir mal davon aus, dass der Mainstream die eine Seite der in unserer Gesellschaft wirkenden Interessenslagen vertritt und damit das Leben zum Nachteil aller anderen Volksbestandteile absolut bestimmend beeinflusst, übrigens auch das Ihrige eingeschlossen, und stellen Sie sich mal vor das tun die sogar ohne Sie dazu zu befragen natürlich immer vorausgesetzt Sie gehören nicht zu deren Seite.
Was machen die also? Die vertreten die Interessen der so genannten Eliteklassen und verhalten sich damit, übrigens auch ganz im eigenen Interesse, bewusst parteilich.
Automatisch deplatzieren sie damit alle davon nicht erfassten Volksbestandteile in einen anderen, von gegensätzlichen Interessen geleiteten Bestandteil, oder etwa nicht?
Das Sein bestimmt das Bewusstsein das liegt einem solchen Verhaltensprinzip zu Grunde.
Damit wird ein Medium, wie die Nachdenkseiten, das sich ganz bewusst für die gegensätzliche Interessenvertretung zum Mainstream entschieden hat ganz im Sinne selbst- laufend zur Parteilichkeit gezwungen und verurteilt. Ist das nicht einfach nur zu verstehen?
Alles andere wäre sinn- konterkariert und würde nur zum Vorteil der Gegenseite mit Ihrem erklärten Partialspektrum dienen.
Eine Seitigkeit an sich wird doch von dem, der Andere zuerst aus seinem Interessenspektrum ausschließt erzeugt und lässt damit dem anderen verbleibenden Interessenspektrum gar keine andere Wahl als einseitig zu agieren, schließlich zwingt der Mainstream mit seinen interessen-orientierten, man kann auch sagen bewusst, dementsprechend- gefälschten Argumentationspotenzial die verbliebene nicht mit eingeschlossene Seite zu entsprechenden Reaktionen in der Art, das die Selbige Argumentierung nur durch entgegenstehende Argumentierung berichtigt werden kann.
Das ganze ist doch eigentlich ein alter Hut und nennt sich Klassenkampf. In diesem Fall handelt es sich um Klassenkampf von oben, also gegen die Interessen des Volkes.
Also sehr geehrter Herr Volland auf welcher Seite stehen Sie nun wenn Sie im Falle der NDS von einseitiger Berichterstattung sprechen? Dazwischen gibt es nichts anderes! Entweder Sie sind dafür oder dagegen, der Mainsteam läßt Ihnen falls Sie es noch nicht bemerkt haben, im Grunde gar keine andere Wahl denn die waren die ersten die Ihre Interessen von denen des Volkes glaubten unter Ausnutzung Ihrer Machtverhältnisse abgrenzen zu müssen – nicht die NDS !!!
Ferner bemängeln Sie dass keine Widerspruchskommentare möglich sind. Aber bitte schön Herr Volland – welche Mitteilungsform haben Sie den gewählt in denen ich Ihre Meinungsäußerung in den NDS lesen konnte?
Zum Sinn Ihres zweiten Absatzes – siehe Inhalt meiner vor gemachten Ausführungen.
Ich für meinen Teil erwarte in den NDS Themen die mein Sein in dieser Gesellschaft betreffen und nicht irgendwelche Fantasieausflüsse die an meinem Lebensrealitäts- Sein, das leider von den Anderen bestimmt wird, vorbei gehen.
Und die Verlinkung ist doch konstruktiv – niemand kann dadurch behaupten das Eine oder das Andere wäre aus dem Zusammenhang gerissen worden. Wer natürlich auf solche Zusammenhangsaussagen gerne reflektieren möchte um seine ertappten Interessensargumentationen zu verschleiern der hat damit allerdings dann ein Problem.
Wenn ich den Sinn Ihres dritten Absatzes richtig verstehe, bestätigen Sie eigentlich nur meine vorgesagten Ausführungen, denn die heutige SPD ist zutiefst neoliberal und hat tatsächlich mit Links im Sinn von politischer Richtung nun aber auch gar nichts mehr zu tun.
Die haben sich in Wahrung Ihrer Partialinteressen dem Sinn des Mainstream angepasst und folglich, wie schon mehrfach in der Geschichte dieser Partei feststellbar, ihr früheres Klientel immer dann wenn es darauf ankam, ein weiteres mal jämmerlich verraten. (Novemberrevolution – Kapp-Putsch – Harz IV – Klassenkampf von Oben – systemrelevante Bankenrettung innerhalb einer Woche, Heuer u. Feuer Arbeitsgesetzgebung, Verteilung nach Oben durch Euro- Rettung, usw. usw.)
Da stimmen wir überein.
Der Tatsache dass die NDS im Grunde das bestehende System stabilisieren, haben wir allerdings auch zu verdanken, dass wir Sie überhaupt als eine noch etwas kritischere Mediendarstellung nutzen und lesen können.
Eines beweisen die NDS dabei aber auch immer wieder, ein gerütteltes Maß an kompetenter Grundeisrückführung der sonst im Dunkel der Mainstream – Argumentationen verbleibenden Hintergründe.
Dazu ist die plakative Linke mit ihren egozentrischen Personalzirkus als Hauptbeschäftigung
im politischen Hauptgeschehen dieser Vorwahlperiode, abgesehen von einigen einzelnen Personen, überhaupt nicht fähig.
Deswegen kann sie ja auch so erfolgreich vom bestehenden Mainstream ignoriert und diskreditiert werden.
Also was Besseres als die NDS ist in den Zeiten der marktkonformen scheindemokratischen -Oligarchie im heutigen Deutschland nun mal nicht zu haben.
Das sollte nun aber auch ausreichen zu belegen, dass ich mir tatsächlich auch über die NDS keine Illusionen mache.
Es ist dringend an der Zeit, dass die Mehrheit des deutschen Volkes die zur Zeit den Wandel von der Bonner Republik zum imperial- aggressiv agierenden Weltmachtstaat Deutschland in erfolgreicher fatalistischer- Radfahrer- Mentalität nach innen und nach außen erfolgreich verschlafen hat, aus seiner Geschichte endlich selbst etwas lernt und tut, ansonsten wird mit Recht und Fug, getreu nach dem Gesetz des Stärkeren mit ihm, wie es schon mal im so genannten dritten Reich geschehen ist, etwas getan.
Und dann will wieder einmal keiner mehr was davon gewusst haben nur um der sich daraus ergebenen zweiten Kollektivschuld zu entgehen.
So gesehen kann man den Nachdenkseiten und Ihren Denkanstößen nur dankbar sein.
Das derzeit laufende politische Rad herum zu reißen ist von den NDS zu viel verlangt.
Dipl.Ing. Müller Siegbert
NDS ist immer einen Blick wert.
Vielen Dank an die Macher